Legitimität und politische Macht by Richard Münch

By Richard Münch

Legitimitat und politische Macht sind klassische Themen der politischen Theorie und der politischen Soziologie. In der hier vorliegenden Untersuchung sollen zu nachst drei unterschiedliche soziologische Ansatze zu diesen Themen dargestellt und iiberpriift werden. Daran schlieBt sich der Versuch an, die Problemstellung durch Spezifikation einer allgemeinen Theorie sozialer Systeme zu einer Theorie politischer Systeme zu bearbeiten. Es wird dabei an die anderenorts erschienene "Theorie sozialer Systeme" (Opladen 1976) angekniipft. Damit soli gezeigt werden, wie guy von relativ allgemeinen und abstrakten Grundannahmen zu konkreten, empirisch iiberpriifbaren Hypothesen iiber klassische Themen gelangen kann. Allge meine Theorienbildung und empirische Forschung konnten auf diese Weise wieder einander naher gebracht werden. Eine Reihe von Problemen konnte ich mit Studenten in Vorlesungen und Seminaren besprechen. Ihre Fragen haben mich vor allem zu verstandlicher Darstellung ge zwungen. Werner Gephart, Tilman Hanckel und Helmut Zehnpfennig haben mehrere Fassungen des Manuskripts gelesen. Ihre kritische Auseinandersetzung mit den seasoned blemlosungen hat mir viele Anregungen gegeben. Die Begriffsexplikationen der Va riablen der Theorie (III., 4.2.) habe ich in Zusammenarbeit mit Helmut Zehnpfennig entwickelt. Ihnen allen sei herzlich gedankt.

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Selektivitat hat die unentrinnbare Folge, daB in modernen Gesellschaften stets zwischen sehr vielen Werten und Normen gewahit werden muB und immer sehr viele mogliche und unbegrtindbare Werte und Normen ausgeschlossen werden mtissen. Dieser Tatsache hat Habermas niemals ernsthaft ins Auge gesehen. Sein Modell der Begrtindung von Normen und Werten durch zwanglosen Konsensus setzt namlich die vollige Aufhebung der genannten Art von Knappheit bzw. Selektivitat voraus. Nur in diesem Faile konnte die Menge der realisierten Werte mit der Menge der "verallgemeinerungsfahigen Interessen" und die Menge der nicht realisierten Werte mit der Menge der "partikularen Interessen" prinzipiell identisch sein66 • Unter Bedingungen der Knappheit mtissen sich jedoch zumindest unter den nicht realisierten Werten sehr viele befinden, die "verallgemeinerungsHihige Interessen" reprasentieren und tiber deren Berechtigung durchaus ein Konsensus bestehen konnte.

Welche Merkmale bestimmen eine ideale Sprechsituation? Sie ist vor aHem dadurch gekennzeichnet, daB keine anderen Motive handlungsrelevant werden als dasjenige der kooperativen Verstandigungsbereitschaft und Wahrheitssuche. Es zahlt allein das bessere Argument. Dies schlieBt jede Einschrankung der Kommunikationsmoglichkeiten irgendeines der Teilnehmer aus. Es besteht fUr die Diskursteilnehmer eine symmetrische Verteilung der Chancen aHe Arten von Sprechakten zu wahlen 32 . Nach Habermas' Einteilung pragmatischer Einheiten der Rede bedeutet dies 33 : 1.

Einer normativ-kritischen Gesellschaftstheorie f

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