Kultur und Politik: Brechungen der Fortschrittsperspektive by Frank Benseler (auth.), Herfried Münkler, Richard Saage

By Frank Benseler (auth.), Herfried Münkler, Richard Saage (eds.)

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Die Liberalisierung der Telekommunikationsdienste: Vom nationalen Monopol zum globalen Wettbewerb

In kaum einer anderen Branche hat innerhalb nur weniger Jahre ein so grundlegender Wandel stattgefunden wie im Telekommunikationssektor. Moderne Kommunikationsnetze bilden das "Nervensystem" der Informationsgesellschaft - ein Faktum, das die Politik zum Umdenken gezwungen hat: Seit den 1980er und vor allem 1990er Jahren wurde das Gros der über ein Jahrhundert lang meist in staatlicher Regie geführten Telekom-Monopole in Wettbewerbsregime überführt.

Nationale Selbst- und Fremdbilder im Gespräch: Kommunikative Prozesse nach der Wiedervereinigung Deutschlands und dem Systemwandel in Ostmitteleuropa

Marek Czyzewski ist Dozent am Institut für Soziologie an der Universität Lódz. Dr. phil. Elisabeth Gülich ist Professorin für Romanistik/Linguistik an der Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. Dr. phil. Heiko Hausendorf ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bielefeld, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft.

Einführung in die Soziologie: Band 1: Der Blick auf die Gesellschaft

Was once ist Soziologie? was once sind zentrale Themen? Welche theoretischen Erklärungen haben sich zu bestimmten Fragen durchgesetzt? Auf diese Fragen will diese zweibändige Einführung in die Soziologie Antwort geben. Die Sprache ist so gehalten, dass der Anfänger sicher auf abstrakte Themen und Theorien zugeführt wird und der Fortgeschrittene sein Wissen noch einmal in Ruhe rekonstruieren kann.

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Bei Gehlen, ZB: 150). Es waren die UnterdriiekungsmaBnahmen der Sowjets, welche die abstrakte Malerei tiber sich selbst aufkllirten und sie zwangen, sieh von allen Illusionen tiber ihren m6glichen politisehen Gehalt zu befreien. " II. Das Urteil, das Adorno in seiner Asthetischen Theorie tiber die sowjetische Kunstpolitik und ihre Folgen gefiUlt hat, scheint dem Gehlens auf den ersten Blick zu gleichen 1: "Wiihrend des Ersten Kriegs und vor Stalin paarten sich kUnstlerisch und politisch avancierte Gesinnung; wer damals wach zu existieren begann, dem dUnkte Kunst a priori, was sie geschichtlich keineswegs war: a priori politisch links.

Selbst die Rollenaufteilung wird kopiert: Steht im Nationalsozialistischen Schiilerheim der Direktor Griinkranz fiir Hfute und Disziplin, und erfolgen Gnadenerweise durch Frau Griinkranz, so muB im katholischen System, das ja eine "zolibatfu"e Biirokratie" reprasentiert, der sanfte "charakterschwache" Onkel Franz sich eine "Gemiits- und Charakterverheerungsmaschine" wie den Prafekten halten, urn iiberhaupt im Internat bestehen zu konnen (Bernhard 1975: 107). Der notwendige "Mann fiir's Grobe" muB in totalen Institutionen immer gefunden werden, und dies gelingt auf dem Wege der Delegation von Aufgaben, deren intern gesetzte ,,Notwendigkeit" nach auBen nieht dringen solI.

Diese Eigenschaften totaler Institution, die Goffman iiber den "subjektivistischen" Ansatz einer "teilnehmenden" Beobachtung kondensiert hat, finde ich in der Welt Thomas Bernhards laufend wieder: Schwerpunkt in der "Ursache" ist die Gegeniiberstellung nationalsozialistischer und katholischer Erziehungs- und Vernichtungstechniken innerhalb einer Institution, dem salzburgischen Johanneum: ,,Jetzt war ich im Johanneum, so die neue Bezeichnung des alten Gebiiudes, welches in der Zwischenzeit ... wieder beziehbar und, als nationalsozialistisches, zu einem streng katholischen gemacht worden war, in den wenigen Nachkriegsmonaten war das Gebiiude aus dem sogenannten Nationalsozialistischen Schii1erheim in das streng kI11holische Johanneum verwandelt worden, und ich besuchte jetzt das Gymnasium und nicht mehr die Hauptschule, die sogenannte Andriischule, und anstelle des Griinkranz, der verschwunden.

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