Die strategische (Ohn-) Macht der Friedensbewegung: by Thomas Leif

By Thomas Leif

Der Autor untersucht detailliert und mit konkreten Beispielen aus der Praxis der Friedensbewegung die Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen sowie die Entwicklung der Strategiediskussion der größten Bewegung in der Geschichte der Bundesrepublik. Im Mittelpunkt der examine stehen die Erfolge und Defizite der 'professionellen Bewegung', die Einordnung der beteiligten Gruppen mit ihren oft gegensätzlichen politischen Profilen sowie ihrer Einflußsphären in den Gremien und Aktionskonferenzen. Die Untersuchung weist nach, daß der Anspruch der Basisdemokratie im Machtkampf der beteiligten Spektren oft unterging, und hinterfragt damit die häufig von Mythen begleitete Bewegungsforschung und Bewegungspraxis.

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Nach 1983 war zudem ein erheblicher EinfluBverlust der AGDF festzustellen, wei! en Ungehorsams eine Bremsfunktion wahrnahm. Die Aktion Ohne RUstung Leben (ORL) geh6rt ebenfalls zum christlichen Spektrum der Friedensbewegung und will in den Kirchengemeinden die friedenspolitische BewuBtseinsbildung voranbringen. Dabei wird eine VerknUpfung von theologisch-ethischer und politischer Argumentation vorgenommen. Die Aktivitiiten werden von 120 10ka1en Gruppen in der Bundesrepublik getragen, die die Schwerpunkte ihrer Arbeit - von Fastenaktionen bis zum Training gewaltfreier Aktion - selbst bestimmen.

In seinem Aufsatz "Politische Theorie der Ent· scheidung in Gremien" (Journal flir Sozialforschung, 3/4-1987:253-275) entwickelt er im Hinblick auf Gremienentscheidungen 15 Hypothesen, flir die er eine weitgehende Allgemeingiiltigkeit beansprucht. Seine Aussagen zur Entscheidungstheorie sind flir die Analyse des KA hilfreich und niitzlich. Den Begriff ,Gremien' zitiert Pfetsch in Anlehnung an Sartori (1984) als "dauerhafteund institutionalisierte kleine Gruppen, mit etwa 3 bis 30 Mitgliedem, die in unmittelbarem Interaktionskontakt stehen und deren Entscheidungen kontinuierlich und nicht nur punktuell getroffen werden.

267) 1m KA wurde auf diese Folgen wenig RUcksicht genommen, da man hier von einem Uber Jahre gewachsenen hohen Konfliktniveau auf Grund der heterogenen Positionen ausgehen konnte und trotzdem ein moglichst breit verankerter Konsens das gemeinsame Ziel war. Ergiinzend zu den vorher diskutierten Strukturbedingungen geht Pfetsch auf die Mittel- materielle und immaterielle Ressourcen - ein, die Entscheidungen beeinflussen. Zu Handlungs- und Entscheidungsinstrumenten ziihlt er: "den Einsatzvon Macht, Einflufi und Fiihrungsfiihigkeit, Koalitionsbildung zur Erhohung des Konsenspotentials, die Quoten- oder Proporzbildung, die Erweiterung bzw.

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