Die Entmythologisierung der Berufsarbeit: Über den sozialen by Randolph Vollmer

By Randolph Vollmer

In diesem Buch wird die those vertreten, daB der Kosmos von Arbeit und Freizeit, von Beruf und Familie, von Haushalt und Betrieb im Wandel begriffen ist. Dieser Wandel - so die Behaup tung, die ich mit den Mitteln der empirischen Sozialforschung im folgenden belegen will - fuhrt langerfristig dazu, daB der Stel lenwert, den Erwerbsarbeit im menschlichen Leben hat, objektiv und subjektiv relativiert wird. Diese those stand - used to be mich selbst angeht - freilich nicht selten in einem etwas irritierenden Gegensatz zu den verlangerten Arbeitszeiten, die sich bei der Anfertigung dieses Manuskripts zwangslaufig einstellten. Urn so mehr habe ich meinen Freunden fur die zeitweise Zerstreuung und meinen Kollegen fur die moralische und praktische Unterstutzung zu danken. Letzteres gilt vor allem fur diejenigen, mit denen ich in den letzten Jahren - dank der Finanzierung durch die Stiftung Volkswagenwerk - in der Arbeits gruppe Soziale Infrastruktur in verschiedenen Projekten zusammen arbeiten konnte. Karl otto Hondrich, Klaus Arzberger, Manfred Murck, Jurgen Schumacher, Johann Behrens, Frank Schlie, Elmar Muller, Claudia Koch-Arzberger und Ulrike SChoneberg haben mir durch ihre Anregungen und ihre Kritik in vielfacher Weise gehol fen. Jurgen Schumacher und Frank Schlie haben mir daruberhinaus im Hinblick auf die Auswertung der Daten manchen wertvollen Tip gegeben und mir gezeigt, wie sehr die moderne Textverarbeitung die Abfassung eines solchen Manuskripts erleichtert. Besonders zu danken habe ich Klaus Arzberger, dessen ruhige Hand fur das Gelingen der Abbildungen gesorgt hat.

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DaB als weitere Folge das Verhaltnis der Menschen zur Arbeit von einer Mentalitat des Statusfatalismus beherrscht wird und dies eine hohe Freizeitorientierung (und niedrige Arbeitszufriedenheit) fordert, ist eine Konsequenz, die unmittelbar auf der Hand zu liegen scheint (27). Denn der weit verbreitete Glaube, Erfolg sei ein unmittelbares Produkt des subjektiven Wollens und Strebens, verkennt, daB individuelle Anstrengung eine Sinngrenze dart findet, wo ihre Vergeblichkeit erkennbar wird. Eine andere Sinngrenze individueller Anstrengungen hat HIRSCH im Auge.

Leistungsbereitschaft kann nicht losgelost vom Leistungsbedarf betrachtet werden. faktische Erst dort, wo sich Leistungsbereitschaft und Leistung gemessen am Leistungsbedarf nach Umfang und/oder Form als defizient erweisen, kann im engeren Sinn von einem Problem gesprochen werden. Dies ist der Grundgedanke, dem - 24 ich mich im 5. Kapitel zuwende. Die hier vorgestellten Rahmendaten zum sozialen Wandel von Erwerbsarbeit, Familie und Freizeit sol len - im wesentlichen auf der Basis objektiver Indikatoren ein Bild davon vermitteln, in welche faktischen Entwicklungstenden zen die subjektiven Praferenzen eingebettet sind.

Vorhandene Leistungsimpulse aus dem Erwerbssystem herausgedrangt hat (21)? Zumindest was die Zunahme der Freizeitorientierung angeht, muB diese Frage wohl verneint werden (auch wenn Querschnittsdaten streng genommen Langsschnitthypothesen nicht widerlegen konnen). Es sind - im Sinne dieses Erklarungsmodells - ganz einfach die "falschen Gruppen", deren Einstellungen sich von der Erwerbsarbeit entfernt haben. Betrachtet man jedenfalls noch einmal das bereits zuvor dargestellte Gruppenprofil (vgl.

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