Deutschland und Polen — Eine Werte- und by Wolf-Dieter Eberwein, Matthias Ecker-Ehrhardt (auth.)

By Wolf-Dieter Eberwein, Matthias Ecker-Ehrhardt (auth.)

Die erste Eliten-Studie vergleicht die Einstellungen von Führungskräften in Deutschland und Polen in zweifacher Hinsicht:
Zum einen bezüglich außenpolitischer Gemeinsamkeiten, was once ecu, NATO und die bilateralen deutsch-polnischen Beziehungen betrifft, zum anderen hinsichtlich der gegenseitigen Kenntnis und Kontakthäufigkeit.
Auf welchen Grundlagen ruhen die deutsch-polnischen Beziehungen? Wie ähnlich oder unterschiedlich sind die Interessen und Wertvorstellungen der Führungskräfte in Staat und Gesellschaft und entspricht dies einem Integrationsprozess, wie er zwischen den ehemaligen Erzfeinden Deutschland und Frankreich erfolgte?
Das Buch basiert auf der ersten vergleichenden Elitestudie aus dem Jahr 1998 und kommt zu unterschiedlichen Ergebnissen.
Diese zeigt zunächst, dass die Interessenkomplementarität in Bezug auf NATO, ecu und die bilateralen Beziehungen zwischen den deutschen und polnischen Führungskräften aus Staat und Gesellschaft sehr stark ausgeprägt ist. Aus integrationstheoretischer Sicht dagegen wird empirisch belegt, dass die gesellschaftliche und kulturelle Annäherung eher asymmetrisch strukturiert ist (geringes Interesse auf deutscher Seite) und stagniert.

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2 Instrumente der AufJenpolitik Bezogen sich die Fragen nach dem Rollenverstandnis ausschlieBlich auf Deutschland, solI im folgenden das Problem der Instrumente der Au8enpolitik aufgegriffen werden, die die Eliten beider Lander flir angemessen halten. Dabei geht es darum, wie sich ein Staat bzw. seine Regierung auBenpolitisch verhalten sollte in dem Sinne, dass in dem ihm zur Verfligung stehenden Handlungsrepertoire auf bestimmte Instrumente eher zurUckgegriffen werden sollte als auf andere. Die Skala reicht dabei von der eher diffusen Vorstellung liber eine "Politik des guten Beispiels", eine Vorstellung, die der damalige AuBenminister Genscher explizit am 20.

Die formative Phase des Einzelnen lasst sich dabei schwer auf ein bestimmtes Alter eingrenzen, da ab frUhester Kindheit EindrUcke aufgenommen werden die Einstellungen auch noch im Alter bestimmen konnen. 32 FUr die komparative Forschung stellt sich zudem das Problem, Epochen von tatsachlich regionaler Bedeutung zu identifizieren, die die Analyse "gemeinsamer" politi scher Generationen in zwei oder mehreren Landern Uberhaupt rechtfertigt. Dass es diese gibt, ist wissenschaftlich belegt: So hat der Vietnamkrieg in Europa wie den USA eine "Protestgeneration" gepragt, deren verwandte politische Ansprtiche und Aktionsformen die komparative Partizipationsforschung beflUgelt hat (Barnes et al.

Diese Ergebnisse deuten auf einige offenen Fragen hin. In Polen ist der Anteil der Befiirworter eines starkeren europaischen wie globalen Engagements Deutschlands urn einiges haher als der Anteil derjenigen, der sich daraus einen Nutzen flir das eigene Land verspricht. Ebenso ist der AnteiJ derjenigen, der von einem stlirkeren auBenpolitischen Engagement Deutschlands keinerlei Beeintrachtigung der bilateralen Beziehungen erwartet, haher als derjenige, der effektiv eine groBere regionale bzw. globale Rolle Deutschlands befiirwortet.

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