Der Querulantenwahn: Ein Beitrag zur sozialen Psychiatrie by Prof. Dr. med. Raecke (auth.)

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Träumerische Phantasietätigkeit mit mangelhafter Kritik und hysterische Einschläge spielen eine nicht unbedeutende Rolle. Bemerkenswert ist überall die verblüffende Unzuverlässigkeit der Erinnerungen, sobald es sich nicht um nebensächliche Einzelheiten, neutrale Daten und Paragraphen, sondern um umstrittene und daher affektbetonte Vorgänge handelt. Alsbald macht sich ein förmlicher Hang geltend, die Wirklichkeit im Sinne eigener Wünsche nachträglich umzugestalten und so die Beweise für die Berechtigung persönlicher Ansprüche zu schaffen.

Ge· kränkt und wolle ihn das jetzt entgelten lassen I Alsbald setzte sich Sch. , er habe bisher Ober den Grund von dessen Ungerechtigkeit Diskretion gewahrt, könne es aber nicht länger. Nachweislich• trage ihm dieser die Nichtbeschaffung von Ware und Nicht· gewäbrung eines Darlehens nach. Wenn K. sich nicht als befangen erkläre, werde er andere Schritte ergreifen. Als wegen dieser beleidigenden Drohung ein Strafverfahren gegen Sch. er· öffnet wurde, entschuldigte er sich bei seiner Vernehmung, er Iiabe nur in groller seelischer Erregung geschrieben, um dem Herrn K.

Keiner der Anwesenden dürfte nach dieser Verhandlung an seiner Geistesstörung gezweifelt haben. K. selbst betonte, er halte diesen Mann für geisteskrank. Kaum ist Sch. frei~esprochen, sucht er Wiederaufnahme in seiner alten Sache mit der Be· hauptung zu erzwingen, daß ihm schon damals der § sx hätte zugute kommen müssen! Natürlich hat er mit diesem Antrag kein Glück. Dennoch zeigte er sich zunächst nach der Erregung der Gerichtsverhandlung, die in ihm die ganze alte Geschichte wieder hochgewnhlt und seinen Affekt neu entfesselt hatte, lange recht unzugänglich und ganz auf sein Querulieren versessen.

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