Das steinerne Berlin: Geschichte der größten by Werner Hegemann (auth.)

By Werner Hegemann (auth.)

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Die Liberalisierung der Telekommunikationsdienste: Vom nationalen Monopol zum globalen Wettbewerb

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Nationale Selbst- und Fremdbilder im Gespräch: Kommunikative Prozesse nach der Wiedervereinigung Deutschlands und dem Systemwandel in Ostmitteleuropa

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Einführung in die Soziologie: Band 1: Der Blick auf die Gesellschaft

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B. noch im Jahre 1624, als er seine Hof- und Staatsdiener bei einer Kindtaufe 4000 Tonnen Bier austrinken lieB. Statt die zur Neutralitat einladende Lage der Mark Brandenburg fUr seine namentlich in Berlin wohnenden Steuerzahler auszunutzen, zog sich dieser merkwiirdige Furst zu scheinbar verschwenderischem Leben in das kriegsfernere OstpreuBen zuruck, um das er selbst gerade durch geschickte Diplomatie und Beerbung eines blodsinnigen Herzogs die brandenburgischen Staaten vermehrt hatte. Von dem sicheren Konigsberg aus lieB er Berlin und sein brandenburgisches Land bald auf protestantischer, bald auf katholischer Seite kampfen und von beiden Gegnern brandschatzen.

Er war zwei Jahre vor seiner Thronbesteigung aus den kultivierten Niederlanden zUrUckgekehrt. Vielleicht hatte der vierjahrige Aufenthalt in dies em Land der Freiheit und des Biirgertums den Knaben verweichlicht. Jedenfalls zeigte er anfangs kein Verstandnis fiir den machtigen Kanzler seines kriegerischen Vaters, unterwarf sich den Forderungen des Adels, entlieB mehr als die Halfte seines Heeres mitten im Kampf, bat den schwedischen Feind um Frieden zu den Bedingungen, die sein Vater stets verachtlich abgelehnt hatte (also ohne Pommem); er billigte dem Feind Durchzugsrecht und Geldzahlungen zu und erlangte so schlieBlich einen Frieden, bei dessen AbschluB, drei Jahre nach seiner Thronbesteigung, er auch seIber in das endlich vom Krieg erlOste, aber noch schwer leidende Berlin einzog.

Das entsprach etwa einem Drittel der damals vorhandenen biirgerlichen Bevolkemng und einer Belegung jedes betroffenen Hauses mit fast drei Militiir43 personen. Aber das war nur ein Anfang. Die Besatzung sollte bald sehr viel starker werden. Denn nicht nur wollte sich der Kurfiirst stark machen, urn wachsende Handgelder von Frankreich verdienen zu konnen, sondem obendrein muBte er bei der Unterbripgung des wachsenden Heeres die Mark Brandenburg, d. h. namentlich Berlin, viel starker mit Einquartierung belegen als die ostpreuBischen und gar rheinischen Lander, die, noch weniger geknechtet, riicksichtsvollere Behandlung erforderten.

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