Das Interview in der Psychologie: Interviewtechnik und by Joachim Wittkowski

By Joachim Wittkowski

Dr. Joachim Wittkowski ist apl. Professor für Psychologie an der Universität Würzburg.

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3) Inhaltliche Strukturierung für den Befragten. Geschlossene Fragen geben dem Befragten eine Struktur vor. Sie nehmen ihm damit eine ausführliche Stellungnahme ab, können aber auch zu unüberlegten Antworten verleiten. (4) Gesprächsatmosphäre. Offene Fragen werden meist als angemehmer empfunden, da sie mehr Entfaltungsmöglichkeiten bieten und der Gespächssituation des täglichen Lebens angenähert sind. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß geschlossene Fragen in einem psychologischen Interview eher die Ausnahme sein sollten; hier dürfte der Fragebogen das geeignetere Erhebungsverfahren sein.

Campbell, 1945, p. 343). Immer dann, wenn ein Interviewer erst herausfinden möchte, welcher von mehreren denkbaren Aspekten für einen bestimmten Gesprächspartner der subjektiv bedeutsamste ist, wird er den Bezugsrahmen bewußt offen lassen. In formaler Hinsicht wird allgemein zwischen der offenen und der geschlossenen Frage unterschieden. Mit der offenen Frage wird der Befragte aufgefordert, mehr oder weniger ausführlich mit seinen eigenen Worten zu antworten; vorgegebene Antwortmöglichkeiten gibt es nicht.

In einem solchen Fall sollten die Fragen so gehalten werden, daß sie auch noch von dem Gesprächspartner mit den geringsten Voraussetzungen verstanden werden können, ohne jedoch bei anderen Interviewteilnehmern den Eindruck zu großer Simplifizierung zu erwecken. Man befindet sich hier in einem Dilemma: einerseits sind einfache und gut verständliche Formulierungen notwendig, um Mißverständnisse zu vermeiden; andererseits können zu einfache Formulierungen von einzelnen Gesprächspartnern als unter ihrem Niveau empfunden werden, die Interviewatmosphäre beeinträchtigen und daher ihre Kooperationsbereitschaft mindern.

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