Biografie, Schule und Geschlecht: Bildungschancen von by Davina Höblich

By Davina Höblich

Wie gestalten sich Lehrer-Schüler-Beziehungen an Waldorfschulen? Dieses Buch rekonstruiert empirisch das Passungsverhältnis von Schülerbiografie und Schulkultur als das Zusammenspiel von schulischen Erwartungsstrukturen und biografischen Verarbeitungen seitens der SchülerInnen und LehrerInnen. Dabei werden die Einflüsse von Schule auf die Geschlechtersozialisation nicht zuletzt unter dem Aspekt der Bereitstellung gleichwertiger Bildungschancen und Anerkennungsmöglichkeiten kritisch reflektiert und das Spektrum schulisch gebotener Entwicklungschancen und -hemmnisse sowie deren Verarbeitung für Mädchen und Jungen analysiert.

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Hagemann-White 1984), die als „objektive Existenzbedingung die Zuordnung der Subjekte zum männlichen und weiblichen Genus“ (Weber 2003: 41) erzeugt. Diese Struktur ist hierarchisch32: „Geschlecht ist eine zentrale Kategorie sozialer Ungleichheit, die soziale Ordnung baut auf der männlichen Suprematie auf“ (Weber 2003: 42). Die Auffassung von Geschlecht als sozial und situativ hergestelltes „Muster der Herstellung sozialer Ordnung“ (Gildemeister 2003: 220) öffnet den Blick für den eigenen Anteil der AkteurInnen und deren Spielräume in der steten Ausformung ihres sozialen Geschlechtes im „doing gender“.

Auch Grabrucker 1985) verwiesen, mit dem sie an die Arbeit Simone de Beauvoirs(2000) anschließt. Die Untersuchungen wendeten sich gegen eine sozialisatorische Festlegung aufgrund biologischer Unterschiede. Dabei wurde der Körper (Sex) analytisch unabhängig von der gesellschaftlich ausgeformten und mit ihm verknüpften sozialen Geschlechterrolle (Gender) betrachtet. Diese Entwürfe betonten die gesellschaftlichen Zwänge der Sozialisationsinstanzen. Jungen, insbesondere jedoch Mädchen erschienen als Opfer einer kulturellen Zurichtung.

Kramer (2002) integriert das Bourdieusche Konzept des Habitus, um überzeugend die Dynamiken der Passung aufzuzeigen. Der Autor entwirft Selbst, Habitus und Bearbeitungsstrategien als latente Voraussetzungen der schulbiografischen Passung, die er als Anerkennungsverhältnis konzeptualisiert. Danach entwickelt das Kind im primären Sozialisationsrahmen der Familie in Auseinandersetzung mit den habituellen Orientierungen der Eltern eine spezifische Ausformung der antinomischen Selbstspannungen (dominante Selbstkrise), hierauf bezogene symbolische (habituelle) Bearbeitungsstrategien und imaginäre Selbstidealisierungen.

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