Berührungsdichtungen: An ruhenden und bewegten by Karl Trutnovsky

By Karl Trutnovsky

1.1 Zweck der Dichtungen Dichtungen dienen vor allem dazu, Räume mit verschiedenem Druck gegen­ einander abzuschließen. Sehr oft sind aber andere Gründe für die Anwendung von Dichtungen maßgeblich: Trennung verschiedener Betriebsstoffe oder unter­ schiedlicher Mediumszustände, Schutz vor dem Eindringen von Fremdkörpern (z. B. Staub) in bestimmte Räume (z. B. Lager) oder Abdichtung von Maschinen oder Maschinenelementen gegen Verluste an Schmiermitteln und dergleichen. 1.2 .Arten der Diebtungen Je nachdem, ob sich die abzudichtenden Maschinenteile in relativer Bewe­ gung zueinander befinden oder nicht, unterscheidet guy ruhende (statische) Dichtungen und bewegte (dynamische) Dichtungen (letztere sind nachstehend oft kurz als "Stopfbüchsen" bezeichnet). Eine weitere Unterscheidung ergibt sich aus dem Umstand, ob die abzu­ dichtenden Maschinenteile sich berühren bzw. sich zwischen ihnen ein nicht näher zu definierf)nder Spielraum befindet, das sind die Berührungsdichtungen, oder ob die abzudichtenden Maschinenteile eine vorbestimmte Entfernung von­ einander einnehmen: berührungsfreie Dichtungen. 1.3 Eigenschaften der Dichtungen Je nach dem Zweck der Dichtung wird das Hauptgewicht bei der Beurteilung auf eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften bzw. Verlustquellen zu legen sein, die vielfach voneinander abhängig sind. Dichtheit. Dichtheit wird aus verschiedenen Gründen gefordert: a) Zur Vermeidung von Stoffverlusten. Diese ergeben folgende Nachteile: Wertverluste, die je nach dem Betriebsstoff und der Benutzungsdauer der betreffenden Dichtung zu beurteilen sind (Gefährlichkeit kleiner Undicht­ heitenl), Zerstörung der Dichtung oder eines Maschinenteiles durch die erodierende und korrodierende Wirkung des durchtretenden Betriebsmittels, Gefährdung der Umwelt bei giftigen Betriebsstoffen, Verschmutzung, Feuergefährlichkeit und Belästigung der Umgebung.

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Die Vorspannung wird dabei entweder durch ein Übermaß des Dichtelementes oder entsprechende Beweglichkeit der Begrenzungsfläche des Dichtraumes (z. B. Flansch mit begrenztem Anzug) erzeugt. Grundlagen der Selbstdichtung (Druckdichtung) [1, 15]. Da das Prinzip der Selbstdichtung heute sehr viel angewendet wird, sei vom allgemeinen Fall ausgegangen. 14a zeigt das mit Übermaß versehene Dichtelement vor dem Einbau in die abzudichtende Verbindung. Nach dem Einbau stellt sich infolge des (leichten) Preßsitzes eine Vorspannung Fnv ein (Bild b).

Konstruktion 6 (1954) 223-229. 3. 1 stellt die Charakteristik einer Berührungsdichtung dar; es zeigt die typische Beziehung zwischen der mittleren Dichtpressung und dem Innendruck des Mediums, gegen den Dichtheit erreicht wird. 1. Zusammenhang zwischen mittlerer Dichtpressung und Innendrucl' bei Erreichen der Dichtheit. Innenrlrock Pi 26 3. Berührungsdichtungen an ruhenden Maschinenteilen relativer Begriff und bedeutet eine Lässigkeit, die unter einem gewissen Betrag liegt, der von der Methode der Undichtheitsbestimm ung abhängt.

Dichtungen mit Druckverstärkung durch entsprechende Dichtungsgeometrie aa) Nichtunterstützte Flächen. 18a). 18b). bb) Konusdichtungen. Die Anpressung des Dichtringes wird oft durch eine kegelige Ausbildung derselben und/oder der Druckflächen unterstützt. 19) wird der Gefäßdeckel a durch den Innendruck an den Keil-Dichtungsring b gepreßt. Die eine Komponente dieser Kraft wirkt radial auf den Mantel des Gefäßes und stellt die Dichtpressung her; die andere, axial gerichtete, wird durch den mehrteiligen Haltering c aufgenommen und durch einen Versatz wieder auf das Gefäß übertragen.

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