Abschied von der Autorität: Die Manager der Postmoderne by Eike Gebhardt

By Eike Gebhardt

Literaturverzeichnis ............................................................................... 263 Einfiihrung Nach jener Flut von How-to-do-it-Btichern in den letzten Jahren zeichnet sich heute unverkennbar eine Wende ab: die Zeit der klassischen, pop psychologischen Traktate, selten von Psychologenhand, tiber die Techni ken des Managements (der Menschenftihrung etc.) scheint endgtiltig vor bei. Nur neue Mittel fUr die alten Ziele reicht nicht mehr, die kurzen Kri sen, anschlieBend "back to enterprise as ordinary" - das Muster wirkt und gilt heute immer weniger. Es gibt kein "business as traditional" mehr, Turbulenz und Transformation sind zum Dauerzustand geworden, und werden es voraussichtlich bleiben. Techniken sind wie Werkzeuge: sie werden fUr bestimmte, immer wieder auftauchende Probleme entwickelt - doch die Probleme wandeln sich heute schneller als die Werkzeuge, Moden und Mentalitaten (auch bei den Mitarbeitern) schneller als die Strategien, die auf sie zugeschnitten waren. Angesagt sind heute daher ganz neue Einstellungen - die bloBe Techniken und deren education weitgehend tiberfltissig werden lassen. used to be tiberall in westlichen Gesellschaften sich abzeichnet: ein Wandel der Leitbilder fUr personliche Entwicklung, beginnt sich auch in der Wirtschaft durchzusetzen, verspatet zwar, doch unverkennbar (traditio nell battle ja die Wirtschaft eher seIber die Avantgarde neuer Charakter ideale): Seminare und Fortbildungspraxen widmen sich langst nicht mehr allein den klassischen, administration Skills," sondern dem, used to be Psycho logen den Versuch einer 'Nachsozialisation' nennen wtirden: die Einti bung einer von Grund auf neuen Orientierung, so als wtirden wir noch einmal von style auf in eine fremde, neue Kultur hineinerzogen.

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Das Wort "Natur" hat keinen Inhalt. Vermutlich gerade deshalb hat sich das Denkmodell, es gebe eine Wahrheit oder Wirklicbkeit unabhiingig yom menschlichen BewuBtsein, so hartnackig wie kein anderes gehalten. Vergebens hatte Kant gespottet, das ,,Ding an sich", die wahre Wirklicbkeit ware, selbst wenn es sie denn geben sollte, uns gar nicht zuganglich: wir sahen ja doch immer alles nur durch die Filter unserer Sinne und Begriffe. Es nutzte nichts: noch heute gehen wir davon aus, daB wir die 'eigentliche' Wirklicbkeit untersuchen, die Wahrheit 'finden' oder 'ent-decken': wir setzen also voraus, sie sei immer schon da, bevor wir uns an die Arbeit machen.

Auch ein moralischer Mensch sein. Doch ab einem gewissen Sattigungsgrad, wenn die Menschen nicht 44 mehr Vollzeit mit ihrem Uberleben beschaftigt sind, ruhren, recken, dichen sich die unterdriickten und geHilunten Fantasien. Offenbar nfunlich gibt es gewisse psychische Grundbediirfnisse, die man nicht ungestraft langfristig ignorieren kann. h. h. auch: Arbeitsfahigkeit) der Menschen zu beeintrachtigen. Emotionale oder funktionale Verkriippelungen folgen - die so umfassend sein konnen, daB sie in der entsprechenden Bevo1kerung oder Epoche vollig 'normal' erscheinen.

Was sollten denn die Arbeiter im Rahmen ihres Verstandnishorizonts auch sagen? Etwa, daB sie sich durch entfremdete Arbeit entwtirdigt fUhlten? DaB ihnen ihr Lebenssinn fehle, wenn sie immer nur fremdbestimmte Arbeiten ausftihren miiBten, wo ihnen doch beigebracht worden war, die Arbeit sei der Stolz des Mannes? DaB ihnen die Abwechslung fehle, wo ihnen doch die Tugenden von Stabilitat, Kontinuillit, VerlaBlichkeit usf. eingepragt worden waren? (Weitere Experimente zeigten, daB praktisch jede Neuerung kurzfristig zu einem Produktivillitsanstieg fUhrte.

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